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Faust und die Religion von Peter Stichaner (20.08.2013)

 

Nach Zueignung und Vorspiel kommt der Himmel dran. Da fällt auf, wie Mephistopheles despektierlich mit dem alten Herrn umspringt:

 

Da du, o Herr, dich einmal wieder nahst
Und fragst, wie alles sich bei uns befinde,
Und du mich sonst gewöhnlich gerne sahst,
So siehst du mich auch unter dem Gesinde.
Verzeih, ich kann nicht hohe Worte machen,
Und wenn mich auch der ganze Kreis verhöhnt;
Mein Pathos brächte dich gewiß zum Lachen,
Hättst du dir nicht das Lachen abgewöhnt.

 

Mephistopheles gibt der Lobhudelei seiner Kollegen Raphael, Gabriel und Michael eine Abfuhr und reizt dann den alten Herrn als Grieskram, der sich das alles gefallen lässt. Beschwichtigend sagt der Herr zu ihm:

 

Kommst du nur immer anzuklagen?
Ist auf der Erde ewig dir nichts recht?

 

Und Mephistopheles lässt ihn voll in die Rechte laufen:

 

Nein, Herr! Ich find es dort, wie immer, herzlich schlecht.

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Die Fotos stammen von dem Fotografen Wolfgang Gschwendner, der in vielen Bildern den Rosenheimer Faust aus dem Jahre 2008 an der Theaterinsel und in der Blackbox im Gasteig München sehr einfühlsam dokumentiert hat.